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Herz-/Kreislauferkrankungen - Durchblutungsstörungen

Die Informationsseite über Durchblutungsstörungen und Herz-/Kreislauferkrankungen.

Alles was Sie über rheumatische Erkankungen bzw. Rheuma und Schmerzen wissen sollten.

Alles was Sie über rheumatische Erkankungen bzw. Rheuma und Schmerzen wissen sollten.


Inhaltsverzeichnis:

Begriffsdefinition
Veraltete Bezeichnung für ziehende, reißende und fließende Schmerzen des Bewegungsapparates.
 
Was ist Rheuma?
Rheuma ist der Oberbegriff vieler Krankheiten. Diese Krankheiten manifestieren sich am Stütz- und Bindegewebes des Bewegungsapparates mit häufiger systemischer Beteiligung des Bindegewebes von inneren Organen ( z. B. Herz, Lunge, Gefäße, Leber, Darm, Zentralnervensystem).
 
Wie wirkt die Magnetfeldtherapie bei der Indikation Rheuma?
Prinzipiell ist die primäre Aufgabe der Magnetfeldtherapie bei der Therapie der Indikation „Rheuma“ die Schmerzlinderung und die Entzündungshemmung in der Therapieunterstützung. Es muss unterschieden werden, um welche Form des Rheumas es sich handelt. Bei einem entzündlichen Rheuma steht zunächst die Hemmung der Entzündung, bei einem degenerativen Rheuma der Aufbau, bzw. der Erhalt der Gelenke- und Knorpel im Vordergrund. Aus diesem Grund sind hier bei der Therapie unterschiedliche Prioritäten erforderlich.
Bei einer Entzündung befinden sich am Ort der Entzündung zu viele Natrium-Ionen innerhalb der Zellen und zu viele Kalium-Ionen außerhalb der Zellen. Es kommt zu einer Störung des Konzentrationsgefälles zwischen Zellinnerem und Zelläußerem. Unter dem Einfluss eines Pulsierenden Magnetfeldes können Natrium-Ionen die Zellmembran wieder leichter passieren, weil durch die Pulsierende Magnetfeldtherapie die Natrium-/Kaliumpumpe aktiviert werden kann. Dieser Vorgang kann sich bis zu 120 Mal in der Minute wiederholen, wodurch die Zelle unempfindlich für weitere Reize ist – sie kann sich regenerieren. Der Zellstoffwechsel wird so stark angeregt, dass die Zelle soviel Energie hat, um alle Toxine und Schlackenstoffe mit dem nicht benötigten Wasser in die umgebende Interzellulärflüssigkeit abzugeben. Nun stabilisiert sich die Zelle, die Entzündung kann abklingen, der Schmerz verschwindet. Voraussetzung für den Schutz von Gelenken bzw. Knorpeln oder vielmehr den Aufbau des Knorpels ist eine funktionierende Calcium-Kaskade. Durch den Einsatz eines Pulsierenden Magnetfeldes werden Wasserstoff-Ionen in Bewegung gebracht. Sie sammeln sich an der Zellwand an, es kommt zu einer lokalen Azidose (Übersäuerung). In den Eiweißschichten der Zellmembran sind Calcium-Ionen eingelagert. Durch die Übersäuerung kommt es zu einer Aufspaltung der Proteine (Eiweiße). Die Calcium-Ionen werden nun freigegeben und können so in die interzelluläre Flüssigkeit einwandern und in der Folge in die Zelle selbst gelangen. Die Calcium-Ionen, die sich nun in der Zelle befinden, sind ein wichtiger Baustein für den Knochen- und Knorpelaufbau, wie zahlreiche wissenschaftliche Studien bewiesen haben.
 
Entzündlicher Rheumatismus
Arthritis (akuter Gelenkrheumatismus)
Man unterscheidet die reaktive und die chronische Arthritis.
Bei der reaktiven Arthritis handelt es sich um eine Erkrankung der Gelenke, welche nicht unmittelbar durch Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren ausgelöst wird, sondern die Folge einer vorangegangenen Infektion darstellt. Infektionen können Entzündungen im Magen-/Darm – Bereich, der Harnwege oder generell eine Reaktion auf eine Entzündung des Körpers mit Streptokokken sein. Im Zeitalter des Penicillin und der verschiedenen Antibiotika stellt diese Form der Entzündung allerdings ein untergeordnetes Problem dar. Die chronische Arthritis kann prinzipiell in jedem Lebensalter auftreten, allerdings ist die meistbetroffenste Personengruppe Frauen zwischen 20 und 40 Jahren. Die Fingergelenke beider Hände erkranken, häufig sind auch Schulter- und Knie-, seltener Hüftgelenke betroffen. Ein typisches Merkmal ist die sogenannte Morgensteifheit, welche sich im Laufe des Tages bei Bewegung zurückbildet und bessert. Die Folge dieser Erkrankung ist oftmals eine Verklebung der Gelenke, die dann versteifen. Es kann zu sehr unschönen Entstellungen und Verziehungen der Gelenke kommen. Die Magnetfeldtherapie wirkt äußerst gut als unterstützende Maßnahme. Vor allem kann es zur Schmerzlinderung und Aufrechterhaltung der Beweglichkeit von Knochen und Gelenken kommen. Außerdem kann die Magnetfeldtherapie entzündungshemmend wirken.
 
Bechterew’sche Krankheit
Diese Erkrankung, die nach Wladimir M. v. Bechterew (1857 – 1927), einem russischen Nervenarzt, benannt wurde, betrifft fast ausschließlich Männer. Im Anfangsstadium entzünden sich die Gelenke zwischen Kreuz und Becken, später wandern die Entzündungen in alle kleinen Gelenke der Wirbelsäule. Durch die Entzündungen findet im fortlaufenden Stadium ein Verkalken und Versteifen dieser Gelenke statt. Als Nebenerscheinung tritt auch eine Irisentzündung auf. Die Krankheitsphase dauert ca. 10 -15 Jahre. In dieser Zeit leiden die Patienten unter nahezu unerträglichen Schmerzen. Die gesamte Wirbelsäule tut weh, so dass die Betroffenen nachts kaum mehr Schlaf finden. Ist die Gelenksentzündung ausgebrannt, bleibt eine von oben bis unten steife Wirbelsäule. Während dieser Zeit ist es besonders wichtig, den Patienten durch Gymnastik, und mit schmerz-/ und entzündungshemmenden Medikamenten zu einer aufrechten Haltung zu zwingen, damit der Patient später nicht wie der Glöckner von Notre - Dame aussieht. Die Magnetfeldtherapie kann in der Therapieunterstützung schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken und sie unterstützt die Beweglichkeit. Die Pulsierende Magnetfeldtherapie sollte bei der Bechterew’schen Erkrankung so früh wie möglich eingesetzt werden.
 
Degenerativer Rheumatismus (Arthrose)
Bei der Arthrose handelt es sich um Abnutzungserscheinungen, vor allem am Gelenkknorpel. Sie tritt bei älteren Menschen auf, kann sich bei stark einseitiger Belastung des Gelenks auch schon in jüngeren Jahren entwickeln. Auch eine Überbelastung der Kniegelenke bei Übergewichtigen spielt oft eine Rolle. Die Arthrose kann an jedem Gelenk auftreten., Hüft- und Kniegelenke sind aber wegen ihrer starken Belastung besonders gefährdet. Der Gelenkknorpel verliert mit der Zeit seine Elastizität und Festigkeit, schließlich geht er zugrunde. Statt dessen entsteht hier Bindegewebe, das verknorpeln oder sogar verknöchern kann. So bilden sich Zacken und Wülste, die bei jeder Bewegung gegeneinander schleifen. Das fortgeschrittene Stadium ist durch schwere Gelenksverformungen gekennzeichnet. Bei der Arthrose kann die Magnetfeldtherapie schmerzstillend, entzündungshemmend und durchblutungssteigernd wirken.
 
Bandscheibenvorfall / Rückenschmerzen / Cervikalsyndrom
Beim Bandscheibenvorfall handelt es sich um eine Abnutzung der Bandscheibe, bedingt durch einen Verlust der Elastizität der betroffenen Bandscheibe. Der Faserring der Bandscheibe wird rissig, dadurch kann es zu einer Wölbung oder zu einem Zerreißen der Bandscheibe kommen. Am meisten von Bandscheibenvorfällen betroffen sind die Hals- und die Lendenwirbelsäule. Aufgrund sehr starker Schmerzen ist die Bewegungsfähigkeit der Wirbelsäule während eines Bandscheibenvorfalls sehr stark eingeschränkt. Der Patient ist i. d. R. nicht mehr in der Lage, mit den Fingerspitzen den selben Abstand zum Boden zu erreichen, wie vor dem Vorfall. Er ist in seiner Bewegung deutlich eingeschränkt. Bereits die geringste Bewegung führt oftmals zu nahezu unerträglichen Schmerzen, die bis zum Bein ausstrahlen können. Rückenschmerzen können durch Überlastung von Sehnen, Bändern und Muskeln, welche die Wirbel miteinander verbinden, ausgelöst werden. Meist ist die Ursache in einer zu geringen Belastbarkeit, was auf fehlendes Training zurückzuführen ist, zu suchen. Kein Wunder in unserer heutigen Leistungsgesellschaft. Arbeit im Schreibtischstuhl, zu wenig Sport, falsche Liegestätte u. v. m. führen zu Verkrampfungen der Muskulatur und lösen dadurch Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule aus. Aber auch Übergewicht und Krankheiten wie z. B. Osteoporose sind häufige Ursachen für Rückenschmerzen.
Das Cervikalsyndrom hat Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich zur Folge. Häufig strahlen die Schmerzen bis zu den Ellenbogen und sogar bis in die Finger aus. Auch hier ist wieder die Hauptursache falsche bzw. nicht gewohnte Belastung, wie z. B. das ständige Sitzen an einem Schreibtisch mit falscher Haltung. Die Magnetfeldtherapie kann sowohl bei einem Bandscheibenvorfall, als auch bei Rückenschmerzen und beim Cervikalsyndrom schmerzlindernd in der Therapieunterstützung wirken. Dadurch wird eine gesteigerte Bewegungsfähigkeit des Patienten hergestellt.
 
Weichteilrheumatismus
Tendovaginitis (Sehnenscheidenentzündung)
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine abakterielle Entzündung, bei der es bei chronischer Überlastung, Verletzungen, Stoffwechselstörung oder Durchblutungsstörungen zu starken Schmerzen im gesamten Bereich der Sehne und zu eventuellen Verklebungen kommt. Die Magnetfeldtherapie wirkt entzündungs- und schmerzhemmend in der Therapieunterstützung.

Frozen Schoulder (eingefrorene Schulter)
Schmerz in der Schulter, der i. d. R. von einem verkalkten Schleimbeutel oder einer entzündeten Sehne des Muskels herrührt. Die Therapie sollte in jedem Fall auf Kälte und Bewegung ausgelegt sein. Normalerweise sollte die Verklebung unter Narkose gelöst werden. Die Magnetfeldtherapie kann bei der Frozen Schoulder schmerzlindernd, entzündungshemmend und bewegungsfördernd in der Therapieunterstützung wirken.
 
Fibromyalgiesyndrom (nichtentzündlich bedingtes Schmerzsyndrom, mit chronischen Weichteilbeschwerden)
Meist manifestiert sich diese Krankheitsform zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr. Die Schmerzen, die in diesem Zusammenhang auftreten, werden meist durch Kälte, Überlastung und Stress verstärkt. Anzeichen für diese Indikationsform können z. B. Dauerschmerzen in der rechten und linken Körperhälfte, sowie ober- und unterhalb der Hüfte sein. Die Pulsierende Magnetfeldtherapie kann wie bei den übrigen Formen des Rheumatismus schmerzlindernd wirken, dadurch wird wieder ein normaler Bewegungsablauf gewährleistet. Durch Anregung der Serotoninproduktion kann die Pulsierende Magnetfeldtherapie in der Therapieunterstützung schmerzgeplagten Menschen zu einem besseren Schlaf verhelfen und dadurch auch besser zu entspannen, mehr Energie zu erlangen und in der Folge dann Belastungen besser zu überstehen.
 
Sonderform des Rheumatismus
Gicht
Gicht gehört zu den Krankheiten, mit denen wir fürs Wohlleben bezahlen müssen. In kargen Zeiten war die Gicht nahezu unbekannt. Heute müssen 3 Prozent der Männer über 60 Jahre mit einem Gichtanfall rechnen. Beleibte Menschen sind besonders gefährdet. Auch übermäßiger Alkoholkonsum und körperliche Überbeanspruchung sind Risikofaktoren. Die Gicht ist eine Erkrankung des rheumatischen Formenkreises. Bei Gicht ist die Konzentration der Harnsäure in den übrigen Körperflüssigkeiten erhöht. Diese Überkonzentration, führt dann zur Ablagerung von Harnsäurekristallen in Knorpeln, Knochen, Nieren, Haut, Schleimhäuten oder anderen Gewebearten. Durch Ablagerungen von Harnsäurekristallen in der inneren Auskleidung der Gelenkhöhlen kommt es zu Entzündungen. Dadurch können Funktionsstörungen der betroffenen Organe entstehen. Häufig beginnt die Gicht als akuter Anfall am Grundgelenk der große Zehe. Innerhalb von wenigen Stunden entwickeln sich sehr heftige Schmerzen. Andere Gelenke können ebenfalls betroffen sein. Tritt Gicht gleichzeitig an mehreren Stellen auf, so ist ihr Erscheinungsbild oft asymmetrisch, d.h. z.B. an der rechten Zehe und an der linken Hand. Begleiterscheinungen können auch Fieber, Kopfschmerzen, Herzjagen und Erbrechen sein. Nach ständig wiederholenden Anfällen können sich Gichtknoten bilden. Man findet Sie meist an den Ohrmuscheln, an den Finger- und Ellenbogengelenken. Gichtknoten sind Ablagerungen von Harnsäurekristallen. Eine Gicht kann zu einer Verformung bis zu einer Zerstörung der Gelenke führen, wenn nicht frühzeitig therapiert wird. Insbesondere können durch den Einsatz von Magnetfeldtherapie neue Gichtanfälle verhindert werden. So haben Forscher entdeckt, dass sich unter dem Einfluss von Pulsierenden Magnetfeldtherapiegeräten das Löslichkeitsprodukt der Harnsäure verbessern kann. Das bedeutet, Harnsäure kann sich im Blut besser lösen. Eine Verbesserung des Löslichkeitsprodukts kann dazu führen, dass neue Gichtanfälle verhindert werden. Vor allem lohnt sich ein dauerhafter Einsatz der Magnetfeldtherapie für den Gichtpatienten. Denken wir nur an die Folgekrankheiten und Risikofaktoren der Gicht. So wird mit einer Magnetfeldbehandlung in der Therapieunterstützung die Aktivität der Nieren unterstützt, und es kann die Durchblutung gefördert werden. Diese Effekte wirken sich wiederum günstig auf Blutdruck und Gefäße aus, was einer Arterioskleroseerkrankung entgegen wirken kann.
 
Epikondylitis / Tennisellenbogen
Bei bestimmten Bewegungen schmerzt der Ellenbogen. Dieser Schmerz wird durch Reibung von Sehnen der Unterarmmuskeln, die am Oberarm ansetzen, und durch gleichförmige Bewegungen, wie sie z. B. beim Squash oder Tennisspielen üblich sind, verursacht. Aber auch die Tätigkeit an Computer kann diese Beschwerden hervorrufen. Die Entzündung, die dabei entsteht, ist absolut schmerzhaft und weitet sich auf das umliegende Gewebe aus, vor allem auf den Muskel und die Nerven. Beim Tennisellenbogen wirkt die Magnetfeldtherapie in der Therapieunterstützung entzündungshemmend und schmerzlindernd.